
Drei Jungen im Mitteltrakt der Volksschule, ca. 1956
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.
Oben auf der Galerie zwischen Volksschule und Festhalle haben sich diese drei Jungen aufgestellt. Natürlich stehen sie nicht hinter dem Geländer, sondern davor. Sonst würden ja auch ihre Anzüge nicht zur Geltung kommen. Wer so aus dem Ei gepellt ist, der feiert zweifelsohne einen besonderen Anlass! Die drei werden heute aus der Volksschule entlassen.
V.l.n.r.: Klaus Tschiggfrei, Peter Vierlinger (1942-1990), Hans-Jürgen (Hansi) Schweizer (1941-2021)
Standort des Fotografen: 47.882654, 8.347668
Erster-Mai-Streich in der Seppenhofer Straße, ca. 1950
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.
Über Nacht wurde die Seppenhofer Straße still und heimlich in »Vollmilch-Strasse« umbenannt. Unübersehbar hängt das Straßenschild mit dem neuen Straßennamen an der Kreuzung von Seppenhofer Straße und Pfarrweg.
Welcher Witzbold mag da wem einen Streich gespielt haben? Schließlich ist 1. Mai! Ein weiteres Schild, das kein Scherz ist, weist den Weg zum städtischen Krankenhaus.
Am linken Bildrand sind die Häuser Heiler und Fieger zu sehen. Das neue katholische Pfarrhaus ist noch nicht gebaut. Am Ende der Straße überspannt eine Eisenkonstruktion die Bahnlinie, die als Rohr- oder Leitungsüberführung dient. Jenseits der Bahnlinie sind das Haus Beha (Göschweiler Str. 2) und das Haus Frey (Bonndorfer Str. 3) zu sehen.
Standort des Fotografen: 47.882073, 8.344377
Einschulung der Erstklässler, 1970

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Stolz stehen die Erstklässler auf den Treppenstufen vor der Grundschule. Sie umklammern ihre Schultüten und blicken in die Kamera des Fotografen. Der Jahrgang 1963/64 zählt zu den geburtenstarken Jahrgängen. Ob es sich hier um die A- oder B-Klasse handelt, ist unbekannt.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Andrea Wölfle, 2 Sabine Berger, 3 Evi Eggert, 4 Ulrike Heizmann, 5 Egon von der Heyd, 6 Severin Kirner
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Rainer Zepf, 2 Thomas Laufer, 3 Doris Lasson, 4 Christel Fehrenbach, 5 Katharina Knödler (verh. Dumas), 6 Manuela Hopp
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lothar Mühlbauer, 2 Martin Scherer (verdeckt), 3 Stefan Dufner, 4 ???, 5 Henry Fehrenbach, 6 Andreas Rogg, 7 Christian Guth
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Nicola Mariani, 2 Stefan Bächle, 3 Thomas Vogelbacher, 4 Ralf Kaiser, 5 Karin Sibold
Standort des Fotografen: 47.882306, 8.347861
4 Fotos: Hexengruppe beim Umzug in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht 1971
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Beim Narrenumzug am »Fasnet Mändig« ziehen die Hexen durch die Obere Hauptstraße. Soeben kommen sie am Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) vorbei, das noch nicht umgebaut ist und noch über einen Ökonomiebereich in seiner rechten Gebäudehälfte verfügt. Mit dabei ist auch in diesem Jahr der Hexenwagen mit der großen Hexe. Auf der Ladefläche haben ein paar fußfaule kleine Narren Platz genommen. Dank des strahlenden Sonnenscheins kommt das bunte »Häs« der Hexen mit ihrer gelben Schürze, dem dunkelgrünen Kittel und dem roten Kopftuch schön zur Geltung.
Auf zwei der Fotos ist am rechten Bildrand eine Absperrung zu erkennen, die eine Baustelle sichert: Das Haus Koch (Obere Hauptstr. 8) wurde kurz vorher abgerissen. Es wird durch einen Neubau ersetzt.
Erstes Bild
Die kleine Hexe ohne Maske ist Helmut Götz (geb. 1962).
Letztes Bild
Auf dem Hexenwagen sitzen vorne links Anette Jabs und rechts Roland Maier (1957-2009).
Standort des Fotografen: 47.884454, 8.346179
Blick von oben auf den unteren Rathausplatz, ca. 1985
Sammlung Familie Waßmer
Aus ungewöhnlicher Perspektive zeigt sich hier der untere Rathausplatz mit dem Rathaus, dem Haus Straetker (Rathausplatz 6), dem Haus Schmid (Rathausplatz 7) und dem Haus Willmann (Rathausplatz 8). Das Foto wird aus luftiger Höhe aufgenommen.
Drohnen für Hobbyfotografen sind in den 1980er Jahren noch nicht im Einsatz. Für eine Flugzeugaufnahme ist das Bild nicht hoch genug aufgenommen. Einen Hinweis, von wo aus fotografiert wird, bietet der Asphalt auf dem Rathausplatz. Er ist nass. Offenbar ist hier die Feuerwehr in Aktion und hat nicht nur mit Wasser gespritzt, sondern auch ihre Drehleiter ausgefahren. Dazu passt, dass die Schaulustigen unten interessiert nach oben schauen.
1982 bekommt die Freiwillige Feuerwehr Löffingen vom Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald eine Drehleiter zur Verfügung gestellt.
Standort des Fotografen: 47.883841, 8.344017
Narren auf der Kirchentreppe, Fasnacht ca. 1929
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Noch führt von der Bittengasse außerhalb des Stadtrings eine Treppe hoch zur katholischen Pfarrkirche St. Michael. Die Stufen sind ausgetreten. Wieviele Gläubige mögen im Laufe der Zeit über diese Treppenstufen gegangen sein?
Das Paar, das auf dem Foto zu sehen ist und auf der Treppe posiert, hat gerade keinen Kirchgang im Sinn. Stattdessen stehen der Mann und die Frau eng umschlungen da. Beide sind kostümiert, denn es ist Fasnacht.
Schneereste sind im Gras zu erkennen. Oben an der Kirchenmauer sind die eingebrachten Gedenk- und Grabsteine zu sehen.
Standort des Fotografen: 47.882747, 8.344806
Kinder vor ihrer Schneehöhle in der Demetriusstraße, ca. 1918/19

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Eine große Schar Kinder steht reglos da und blickt erwartungsvoll in die Kamera. Sobald das Foto im Kasten ist, werden sie wieder herumtollen. Denn es ist Winter und es liegt Schnee. Ihre Nachbarschaft hat sich in den idealen Spielplatz verwandelt. Mit vereinten Kräften haben die Kinder in der Demetriusstraße einen Schneehaufen aufgetürmt und darin eine Höhle gebaut. Gekrönt wird sie von zwei Fähnchen, wobei das rechte die Nationalfahne des Deutschen Reiches in den Farben Schwarz-Weiß-Rot zu sein scheint. Auf dem linken Fähnchen ist das Konterfrei von Kaiser Wilhelm II. zu sehen, der am 9. November 1918 zum Abdanken gezwungen wird und in das Exil in die Niederlande geht.
Das Foto wird vermutlich kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges aufgenommen. Vier der Jungs tragen ein Krätzchen, wie die schirmlose Militärmütze für Mannschaftsdienstgrade und Unteroffiziere genannt wird. Stirnmittig sind zwei Kokarden angebracht. Offenbar haben die Mützen ausgedient und werden jetzt von den Jungs aufgetragen.
Wer erkennt die Kinder?
V.l.n.r.: ???, ??? Keller (Nr. 2), Anton Rebholz (1912-2001, Nr. 3), ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, Mathilde Keller (verh. Kranzer, Nr. 15), ???, ???, ???, ???, Karl Schreiber (1910-2001, Nr. 20), ???, Karl Heizmann (1911-1947, Nr. 22)
Standort des Fotografen: 47.884143, 8.344111
Erzbischof Gröber vor dem Pfarrhaus in der Unteren Hauptstraße, 19. September 1937

Sammlung Familie Waßmer | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.
Der hohe kirchliche Würdenträger, der hier soeben das katholische Pfarrhaus in der Unteren Hauptstraße verlässt, ist der Freiburger Erzbischof Conrad Gröber (1872-1948). Das Foto wird am Sonntag, den 19. September 1937 aufgenommen, als er anlässlich der Firmung in Löffingen teilt. Gröber schreitet in Chorkleidung unter einem Stoffbaldachin dem Gottesdienst entgegen. Getragen wird dieser von vier sogenannten »Himmelträgern«. Im Hintergrund ist der Eingang des Pfarrhauses (Untere Hauptstr. 10) zu erkennen.
V.l.n.r.: 1 [Gastwirt Ernst Meßmer?], 2 Uhrmachermeister Wilhelm Maier, 3 Alt-Bürgermeister Adolf Kuster, 4 Kaufmann Joseph Benitz
Conrad Gröber war am 20. Juni 1932 zum Erzbischof von Freiburg inthronisiert worden. Wenige Monate später übernahmen die Nationalsozialisten die Macht. Gröbers Haltung gegenüber dem NS-Regime ist bis heute umstritten: Er begrüßte die Machtübernahme und trat 1934 sogar als förderndes Mitglied der SS bei, was ihm im Volksmund den Beinamen »brauner Conrad« einbrachte.
Auch der Löffinger Stadtpfarrer Guido Andris (1879-1974), der am 23. Juni 1934 von den Nationalsozialisten gewaltsam aus seiner Pfarrei vertrieben wurde, zeigte sich später enttäuscht über die mangelnde Unterstützung durch seinen Bischof.
Standort des Fotografen: 47.882614, 8.343357
Ehemalige »Adler«-Scheune in der Demetriusstraße, ca. 1976

Stadtarchiv
Als der Gastwirt Heinrich Faller (1872-1927) das Gasthaus »Adler« 1899 kaufte, gehörten noch die beiden dahinter liegenden Ökonomiegebäude zu dem Anwesen. Doch wenig später wurden die Scheuer mit Stall und Remise vom Gasthaus abgetrennt und an andere Eigentümer verkauft. Lange Zeit gehörten sie dem Landwirt Gottlieb Mayer.
Als dieses Foto aufgenommen wird, sind die Tage der ehemaligen »Adler«-Scheune gezählt, denn im Frühjahr 1980 wird sie abgerissen. An ihrer Stelle entstehen die beiden Wohn- und Geschäftshäuser Demetriusstr. 16 und 17.
Standort des Fotografen: 47.883661, 8.343749
2 Fotos: Schulklasse der Volksschule, 11. Juni 1964
Stadtarchiv
Heute ist kein alltäglicher Schultag. Denn normalerweise wird während des Schulunterrichts nicht fotografiert. Und dass im Klassenzimmer in der ersten Reihe Kinder in Trachten sitzen, ist auch ungewöhnlich.
Tatsächlich ist heute ein ganz besonderer Tag: Es wird die Einweihung neuer Schulräume gefeiert. Hoher Besuch ist deshalb da: Landrat Alfred Mallebrein, Bezirksbaumeister Scheuermann, Oberinspektor Karl Winterhalder, die beiden Geistlichen der katholischen und evangelischen Pfarrgemeinde, das Lehrerkollegium, der Gemeinderat und Bürgermeister Paul Benitz, Architekt Bernhard Stegerer und die am Umbau beteiligten Handwerker sind im Musiksaal zusammengekommen. Gefeiert wird der erfolgte Um- und Erweiterungsbau des Schulhauses. Denn im Dachgeschoss wurden vier weitere Klassenräume und im Erdgeschoss ein weiterer Raum geschaffen. Zu sehen sind Kinder der beiden Jahrgänge 1951/52 und 1952/53, die an der Gestaltung der Feier mitwirken.
1.Reihe, v.l.n.r.: Erika Geisinger?, Daniel Fehrenbach, Gretel Bader (verh. Kaltenbach), Walter Köpfler, Luzia Trenkle (verh. Fehrenbach), Wilfried Vogt, Ursula Schelling
In den Reihen dahinter sind u.a. zu erkennen: Elvira Heizmann, Hedwig Scholz, Ursula Müller (verh. Föhrenbach,) Alfred Vogt, Klaus Zimmermann, Annemarie Hepting (verh. Kiermeier), Josef Wölfle, Rita Keller, Felicitas oder Christine Längin
Standort des Fotografen: 47.882447, 8.347906
Mitarbeiter des Postamts am Rathausplatz, ca. 1965
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Emma Binder zur Verfügung.
Zu welchem Anlass dieses Foto auf dem Postamt aufgenommen wird, ist unbekannt. Fest steht nur, dass der Postschalter zu diesem Zeitpunkt geschlossen ist. Denn die Mitarbeiter*innen der Deutschen Bundespost arbeiten nicht, sondern sitzen nach Feierabend oder anlässlich eines kleinen Festes beisammen. Eine Bierkiste steht vor ihnen. Alle halten eine Flasche in der Hand und prosten dem Fotografen zu. Ganz vorne hockt auf dem Fußboden ein Kind, das ebenfalls eine Bierflasche in die Kamera hält – aber hoffentlich nur für das Foto!
Wer erkennt die Mitarbeiter*innen?
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: Hartmann Keßler (Göschweiler), Hildegard Maier, Franz Vogt (1913-2002)
2.Reihe, v.l.n.r.: Postfacharbeiter Karl Binder (1921-1997), Werner Hasenfratz (1948-?)
Standort des Fotografen: 47.884158, 8.344731












